DVPi RoiP Transceiver

Da Ich bereits mit der DMR/DStar Softwarelösung DVPi hantiert hatte, wollte Ich mir daraus einen „Transceiver“ bauen, im stile eines echten Funkgerätes.

Mehr zu DVPi findet man hier :

http://www.hamskey.com/search/label/dvpi

Die jeweils aktuellste Version von DVPi kann man hier herunter laden :

https://github.com/phdlee/dvpi/releases

DVPi ist ein Raspberry Pi Image,welches mit einem 3.5″ Touchscreen Display arbeitet, und passend eine Grafische Oberfläche darstellt.

Dekodiert werden DMR und DStar wahlweise über einen AMBE-Stick, oder über die Software DVSwitch.

Das Software decoding ist allerdings nur legal,wenn man eine gültige AMBE-Lizenz für Software besitzt.

Theoretisch reicht ein Raspberry Pi, ein 3,5″ Touchscreen, eine USB-Soundkarte und ein PC-Headset, um QRV zu sein.

Diese Lösung gefiel mir aber nicht, da für mich dabei kein wirkliches Funkfeeling aufkam.

Es sah weder aus wie ein TRX, noch fühlte es sich so an …


DVPi lässt sich sehr gut mit Hardware Buttons und Rotary Encoder erweitern, die dann über GPiO-Pins eines Raspberry Pi ab 3b+ angebunden werden.

Das ganze dann noch in ein Gehäuse, was nach einem kleinen TRX aussieht, Nf-Verstärker und Lautsprecher dazu, und ein altes Handmikrofon, und fertig ist der DVPi Transceiver. 😁

Man könnte doch glatt denken, hier steckt ein echtes Funkgerät drin, oder ? 🤔

Das ganze sollte weitestgehend über die Front bedienbar sein, dafür wurden zwei Taster, 1 Rotary Encoder mit Taster, ein Poti für Lautstärkeregelung mit Ein-/Ausschalter und eine Mikrofonbuchse vorgesehen.

Damit kann man dann die Talkgroups wählen, im Menü arbeiten, und den VFO oder Mode wechseln (Je nach Einstellung).

Alles weitere bedient man dann über das Touchscreen Display.

Dazu sollte das Gerät mit 230 V arbeiten und einen Eingebauten Lautsprecher mit Verstärker haben.

Die Teileliste sieht dann also wie folgt aus :

  • 1 Raspberry Pi (am besten ab 3B Plus)
  • 1 Touchscreen Display 3,5″
  • 2 Taster
  • 1 Potentiometer mit Ein-/Aus Schalter
  • 1 Mikrofonbuchse (min. 4 Polig)
  • 1 Rotary Encoder mit Taster
  • 1 Gehäuse
  • 1 Netzteil 230V – 5V/3-4 A (z.B. Meanwell Eibaunetzteile)
  • 1 Einbau Kaltgerätebuchse (mit Schalter)
  • 1 USB Soundkarte
  • 1 NF-Verstärker (LM386 oder ähnliche)
  • 1 I/O Pin-Verlängerung 40 Polig
  • 1 I/O Verteiler 40 Polig
  • Widerstände für die Verbindungen zu den I/O Pins
  • 1 altes Handmikrofon
  • 1 Kleinlautsprecher (4-8 Ohm)
  • 1 Sicherung

Wie die Taster und der Rotary Encoder mit den I/O-Pins Verbunden werden, sieht man hier :

Die LED und den FM-Transmitter Teil habe Ich weggelassen. Als PTT-Taster dient die Taste in einem alten Albrecht CB-Handmikrofon, welches noch in der Bastelkiste lag, und entsprechend modifiziert wurde.

Die Verbindung zu den Tastern und Rotary, bzw. den I/O-Pins, habe Ich einfach auf einer Lochraster Platine verlötet, die mit Spacern auf dem Raspberry Pi sitzt.

Je nach Platz muß man natürlich schauen, wie man alles unter bekommt.

In meinem Fall wurde die USB Soundkarte einfach mit einer kurzen USB verlängerung nach oben gelegt.

Unter der Lochraser Platine befindet sich ein I/O-Verteiler, von dem das I/O-Pin Verlängerungskabel abgeht, und die Verbindungen zur Lochrasterplatine.

Der NF-Verstärker sitzt verschraubt auf einem Langen Spacer.

Da das Display keinerlei Befestigungs Möglichkeiten zum Einbau hat, wurde es kurzerhand mit Heiß Kleber an der Front verklebt. Nicht schön, aber es hält. 😉

Das Fertige Gerät in Aktion

Alles in allem, merkt man jetzt keinen Unterschied zu einem Funkgerät mehr, und es macht mehr Spaß damit zu „Funken“.